DIE STEUERBERATER IM IMAGEAUFWIND:
WIE MAN DIE THERMIK NUTZEN KANN
Gegen den Trend hat sich die geforderte Praxisnähe entwickelt: Hier hat sich der
Kritikeranteil erhöht. Man hätte es gerne handfester. Auch der frühzeitige Hinweis
auf kommende Themen könnte besser werden — angesichts der Änderungsfülle im
Bereich Steuern und Finanzen vermutlich kein einfaches Unterfangen. Hinzu
kommt: Hinweise auf Fehlentwicklungen, frühzeitiges Aufzeigen von Neuem und
Führungsberatung sind Aufgaben, für die Finanzen und Steuern sicher hohe Be-
deutung haben; sie erschöpfen sich darin jedoch nicht. Wohl auch daraus resultiert
die bisherige Resistenz vieler Mandanten, dafür ihren Steuerberater in Anspruch zu
nehmen.
Gleichsam als Erinnerungsposten ist in diesem Chart erneut das Informations-
verhalten enthalten: Steuerberater erhalten dafür zwar im Verlauf der letzten
Jahre bessere Noten, für ein knappes Fünftel der Mandanten ist es aber durchaus
noch steigerungsfähig. Das gilt verstärkt für Mandanten aus dem Dienstleistungs-
bereich. Diese dürften gegenüber ihren eigenen Kunden besonders informations-
aktiv sein, was sie ihren Steuerberater in diesem Punkt offenbar kritischer sehen
lässt. Auch das Verlangen nach der frühzeitigen Beratung über wichtige neue
Themen ist bei Dienstleistern ausgeprägter, Ausdruck des besonderen Innovations-
drucks in diesem Bereich.
Schlagen wir dann erneut die Brücke zur wirtschaftlichen Grundstimmung der
Mandanten. Dass man bei vorhandenem Pestsimismus erhöht preissensibel gegen-
über seinem Steuerberater ist, wurde bereits ausgeführt. Es sind außerdem zwei
Leistungsaspekte, bei denen pessimistische Mandanten besondere Unterdeckungen
ausmachen: Mit minus 34 % gilt das für das frühzeitige Erkennen von Fehlent-
wicklungen in Unternehmen und mit minus 30 % für die spezifische Branchen-
kenntnis des Steuerberaters. Bei positiver Grundstimmung sind dabei mit minus
22 % bzw. minus 13 % zwar ebenfalls Beurteilungsdefizite gegeben, die jedoch
wesentlich geringer sind. Es ist klar: Blickt man mit wirtschaftlicher Sorge in die
Zukunft, will man wissen, was im eigenen Unternehmen falsch läuft und das
möglichst in Relation zum direkten Wettbewerbsumfeld.
Noch ein ergänzender Hinweis: Auch das Feld der Rechtsberatung bietet Steuer-
beratern mehr und mehr Geschäftschancen und vor allem solche zur Mandanten-
bindung. Dementsprechend stieg seit 2004 der Anteil jener Steuerberater, die
entweder einen Rechtsanwalt in der eigenen Kanzlei haben oder mit einem
solchen kooperieren, von 36 % schrittweise auf jetzt 47 % an. Die gute andere
Hälfte belässt es aber immer noch bei der eher lockeren Empfehlung, im Bedarfs-
fall einen Anwalt aufzusuchen, lässt den Mandanten also gleichsam von der Leine.
Natürlich zeigt auch diese Verhaltensdifferenz: „Den“ Steuerberater gibt es so
wenig, wie „der“ Mandant existiert — sicher keine neue Erkenntnis. Für ihre
Umsetzung sowohl in entsprechende Kanzleikonzepte als auch in konkretes
Handeln besteht aber Optimierungsbedarf.
Fünf Folgerungen
1.
Die zuversichtlichere Mandanten-Grundstimmung eröffnet Chancen für
Steuerberater-Angebote, die „etwas kosten“. Das Fenster der Möglichkeiten
wird sich bei einer konjunkturellen Eintrübung wieder schließen. Deshalb
gilt ein nüchternes carpe diem.
2.
Der Individualisierung des Steuerberater-Leistungsportfolios gehört die
Zukunft. Die „klassischen“ Leistungen bilden die in ihrer Qualität akzep-
tierte „Brot und Butter“-Basis der Kanzleien, bieten aber nur eingeschränkt
Möglichkeiten für die Profilierung im Wettbewerb. Wirksamere Profilierungs-
ansätze ergeben sich durch Beratungs-/Betreuungsangebote, die über das
Übliche hinausgehen und auf die Bedürfnisse spezifischer Mandantengruppen
zugeschnitten sind.
3.
Der Steuerberater als partnerschaftlicher Warner und Anreger,der Lösungen
anbietet — das ist die Rolle, die es auszufüllen gilt. Die intime Kenntnis der
finanziellen/steuerlichen Situation und Entwicklung des Mandanten ist dafür
die Grundlage — kaum ein Unternehmensberater verfügt darüber. Inwieweit
man als Steuerberater in dessen Funktionen hineinwächst, ist eine Frage des
eigenen Könnens und Wollens, aber auch der Zukunftsfähigkeit.
4.
Ohne gezielte Mandanteninformation keine positive Imageentwicklung — das
gilt für den Berufsstand insgesamt wie für den einzelnen Steuerberater. Ge-
zielt heißt in diesem Fall: Wichtig, verständlich, kontinuierlich. Effiziente
Informationsarbeit erschöpft sich nicht im Versand von Rundschreiben — sei
es per Papier oder online — sondern packt die Mandanten bei ihren Bedürf-
nissen und Interessen.
5.
Die Pflege des großen Vertrauenskapitals, das die meisten Steuerberater bei
ihren Mandanten haben, ist weiterhin entscheidende Voraussetzung für die
Zukunftssicherung. Zu keinem anderen Beraterberuf haben so viele Mittel-
ständler eine vergleichbare langjährige und intensive Beziehung. Die Man-
dantenbindung festigt sich mit der emotionalen „Unterfütterung“ des
rationalen Miteinanders.
Zieht man ein Fazit aus diesen Ergebnissen, dann gilt:
•
Mit dem Erleben individueller Betreuung durch den Steuerberater steigt die
Mandantenzufriedenheit.
•
Der Mandantenanteil mit entsprechenden Leistungswünschen ist in den
letzten Jahren größer geworden und wird vermutlich weiter zulegen.
•
Es bestehen Zufriedenheitsdefizite für Leistungen, die über das „klassische“
Steuerberater-Portfolio hinausgehen; bei diesem sind dagegen die Spiel-
räume für die Kanzleiprofilierung geringer.
Steuerberater selbst sehen in der Regel für sich noch einigen Optimierungsbedarf,
um für die Zukunft gerüstet zu sein — nur ein gutes Zehntel gibt sich dafür die
Note 1 (Abb. 9). Ältere Steuerberater und vor allem solche aus kleineren Kanzleien
sind in dieser Hinsicht am skeptischsten.
Dabei zeigt sich gerade die Kanzleigröße als ein kritisches Moment. Das gilt zwar
noch wesentlich schärfer für Rechtsanwälte, wie andere IRES-Studien zeigen, ist
aber auch für Steuerberater von Belang. Die größere Skepsis spiegelt sich auch in
der bereits eingangs behandelten wirtschaftlichen Zuversicht wider: Sind von den
Kanzleien mit 14 und mehr Mitarbeitern 63 % für 2008 positiv gestimmt, so von
denen bis zu 4 Beschäftigten nur 46 %.
Leistungs-Entwicklungspotenziale
Unabhängig von Kanzleigröße und Alter des Steuerberaters sind die Überlegungen,
wo man bei sich selbst bzw. für die eigene Kanzlei Verbesserungsbedarf sieht: Sie
kreisen um ein Mehr an individueller Mandantenberatung, setzen also da an, was
Mandanten tatsächlich erwarten. Nur: Worauf soll diese Beratung zielen?
Blicken wir vor der Beantwortung dieser Frage noch einmal zurück auf ein bereits
erörtertes Ergebnis (vgl. Abb. 3): Existenz-/Zukunftssicherung ist für Mandanten
ein Problem von höchster Priorität, für das bislang nur wenige externen Rat in
Anspruch nehmen — also auch nicht von ihrem Steuerberater.
In Kontrast dazu steht die Sicht der Steuerberater: 77 % von ihnen meinen
nämlich, ihren Mandanten Beratung zur Existenz-/Zukunftssicherung zu bieten.
Warum wird sie trotz ihrer hohen Dringlichkeit von diesen dann nicht genutzt oder
nicht wahrgenommen? Offenbar erwarten Mandanten in dieser Hinsicht anderes
und mehr, als ihr Steuerberater denkt. Was sollte dieser in dem Zusammenhang
bieten?
Für eine Vielzahl einschlägiger Möglichkeiten ermitteln wir in unseren Studien
stets, wie stark Mandanten das jeweils fordern und wie hoch der Anteil derer ist,
die es tatsächlich geboten bekommen. Aus dem Abgleich zwischen Wunsch und
Wirklichkeit ergeben sich dann die Mandantenanteile, die Leistungsunter-
deckungen bei ihrem Steuerberater konstatieren (Abb. 10).
Das Ergebnis:
•
Gegenüber 2004 sind die subjektiven Defizitanteile (bis auf zwei Aus-
nahmen) geringer geworden — ein weiterer Beleg für die positive Image-
entwicklung.
•
Frühzeitig auf Fehlentwicklungen im eigenen Unternehmen/Betrieb
hingewiesen zu werden — das vermisst aber immer noch ein gutes Viertel
der Mandanten bei ihrem Steuerberater. Flankierend tritt das Verlangen
nach mehr Branchenkenntnis hinzu.
•
Weiterhin zeigen sich Unterdeckungen in puncto Kreativität und Flexibilität,
also bei der Forderung, mehr als Routine geboten zu bekommen.
40 % aller Mandanten wünschen sich explizit, von ihrem Steuerberater individuelle
Leistungen geboten zu bekommen, aber nur ein knappes Viertel sieht dieses
Verlangen als erfüllt. Nahezu spiegelbildlich dazu steht die erlebte Realität: 42 %
sehen sich (sehr) stark „klassisch“ betreut, jedoch für lediglich 29 % ist das die
gewünschte Art der Betreuung.
Die Steuerberater selber schätzen ihren grundsätzlichen Leistungszuschnitt durch-
aus selbstkritisch häufiger als „klassisch“ denn als „individuell“ ein. Damit sind sie
sehr viel näher an der von den Mandanten erlebten Realität als an deren Wunsch.
Zu erwarten ist, dass das Mandantenverlangen nach individuellen Leistungen ihres
Steuerberaters weiter steigen wird: Bereits seit 2005 stieg dieser Wunsch von 28 %
auf 40 % in 2007 erheblich. Aber: Gerade bei solchen Leistungen — z. B. bei be-
triebswirtschaftlicher Beratung oder in Verbindung mit Software/EDV — besteht
Nachholbedarf, was die Zufriedenheit mit dem Gebotenen angeht (Abb. 8). Im
Gegensatz dazu werden die „Klassiker“ — wie Lohn-/Gehaltsabrechnung oder
Jahresabschlussprüfung — bereits so gut beurteilt, dass kaum noch Luft für weitere
Steigerungen vorhanden ist. Im Übrigen zeigt sich auch hier der Imageschub beim
Vergleich der Werte für 2007 mit denen von 2004.
Forderung nach individuellen Leistungen
Die zweite Einflussgröße, die über die Mandantenzufriedenheit mitentscheidet, ist
der grundsätzliche Leistungszuschnitt des Steuerberaters. Wir unterscheiden dabei
zwischen „klassischen“ Leistungen (wie z. B. Jahresabschlussarbeiten oder
Abschlussprüfung) und solchen individueller Art (z. B. Beratung zur Existenz-
sicherung). Es gilt (Abb. 7): Mit der Mandantenzufriedenheit steigt der Anteil
derer, die sich von ihrem Steuerberater individuell betreut sehen, kontinuierlich
und merklich an; alle Unzufriedenen konstatieren„Klassisches“.
Natürlich kann es hierbei nicht darum gehen, Mandanten mit Informationen
zu überschwemmen. Es gilt vielmehr: Qualität schlägt Quantität.
Daraus folgt: Die Preissensibilität der Mandanten gegenüber dem Steuerberater
steht in enger Beziehung zu ihrer wirtschaftlichen Grundstimmung, die Gesamt-
zufriedenheit mit ihm dagegen nicht. Wovon ist diese dann abhängig? Es sind zwei
Einflussgrößen, die dafür besondere Bedeutung haben.
Die eine Determinante ist das Informationsverhalten des Steuerberaters gegenüber
seinen Mandanten: Nahezu alle, die mit ihm sehr zufrieden sind, bestätigen, dass
er sie von sich aus über alles Wichtige informiert — von den Unzufriedenen ist das
gerade einmal ein Zehntel (Abb. 6). Hinzu kommt: Waren es 2004 erst 69 % aller
Mandanten, die die Informationsaktivität ihres Steuerberaters positiv bewerteten,
so stieg dieser Anteil in den Folgejahren über 73 % und 80 % auf 82 % in 2007 an.
Mit einer Bewertungsdifferenz von minus 0,8 auf der bis zum Maximum 5,0
reichenden Skala war das erlebte Preis-Leistungs-Defizit 1999 und 2007
— in den Jahren mit der positivsten wirtschaftlichen Grundstimmung also
(vgl. Abb. 2) — erheblich geringer als 2004 (minus 1,2 Skalenpunkte). Erkennbar ist
dabei ein gewisses Trägheitsmoment: Der Beurteilungsabschwung setzte sich 2004
fort, obwohl in diesem Jahr die Zuversicht wieder anstieg.
Die Preis-Leistungs-Kritik korreliert im Übrigen mit der Betriebsgröße der Man-
danten: Vor allem „kleine“ Mandanten sind preissensibel — und zudem solche aus
dem Gastgewerbe —, mit zunehmender Größe nimmt die Preiskritik ab. Diese
Detailergebnisse erhärten die Erkenntnis, dass sich die Preisempfindlichkeit bei
wirtschaftlich ungünstiger Perspektive verschärft, denn Gastgewerbe und kleinere
Unternehmen zeigten sich ja 2007 noch am pessimistischsten in dieser Hinsicht.
Diese Korrelation zwischen wirtschaftlicher Zuversicht und Preis-Leistungs-Be-
urteilung führt zu der Frage: Was soll Imagepflege eigentlich nutzen, wenn die
Bewertungen von den ökonomischen Rahmenbedingungen und deren Einschätzung
abhängen? Die Antwort: Der Gleichklang beschränkt sich weitgehend auf das Preis-
Leistungs-Verhältnis und gilt nicht für das Steuerberater-Image insgesamt.
Die Antworten auf die Frage, wofür Mandanten externe Beratung in Anspruch
nehmen, geben erste Hinweise auf Beratungspotenziale: Bei Steuern und
Rechtsfragen — nicht ganz so markant beim Kredit-/Bankgespräch — übersteigt
die Beratungsnutzung die subjektive Dringlichkeit; die Schwierigkeit der Materie
erzwingt gewissermaßen die Beratung. Geht es um Kundenpflege/-gewinn und
Existenz-/Zukunftssicherung, also die Probleme mit höchster subjektiver
Dringlichkeit, kommen externe Berater dagegen nur selten zum Zuge. Dabei
wünschen sich viele Mandanten gerade bei Fragen der Zukunftssicherung durchaus
Unterstützung durch ihren Steuerberater — wir kommen darauf zurück.
Verbesserte Preis-Leistungs-Beurteilung
Zunächst aber genauer zur Entwicklung der Steuerberater-Beurteilung. Sie
profitiert offensichtlich von der entspannten wirtschaftlichen Grundstimmung der
Mandanten: Fühlt man sich weniger unter Druck, sieht man die Welt freundlicher.
Das gilt insbesondere dafür, wie man seinen Steuerberater beim Preis-Leistungs-
Verhältnis bewertet. In dieser Hinsicht besteht zwar seit Langem die größte sub-
jektive Soll-Ist-Unterdeckung (das ist bei vielen anderen Dienstleistungen ähnlich).
Aber: Die Lücke vergrößerte sich zunächst von 1999 bis 2004 und wurde seitdem
wieder kleiner (Abb. 4).
Mandanten aus dem Gastgewerbe und kleineren Betrieben sind zwar noch etwas
pessimistischer, aber auch bei ihnen hellte sich der Blick auf. Trotz dieser
Entspannung sind Kundenpflege und -akquisition sowie Maßnahmen der Zukunfts-
sicherung weiterhin die Probleme, die für Mandanten den höchsten Stellenwert
haben (Abb. 3): Die 78 % bzw. 72 %, die das für sich als äußerst wichtig erachten,
sind zwar etwas weniger als vier Jahre zuvor (2004: 82 % bzw. 80 %); dadurch wird
die Top-Position dieser Themen jedoch nicht tangiert, Steuern und Finanz-/Rech-
nungswesen folgen erst danach.
Zunahme der wirtschaftlichen Zuversicht
Parallel zum Imageaufschwung der letzten Jahre stieg die Zuversicht der
Mandanten in Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung des eigenen
Unternehmens: Deren Tiefpunkt von 2002 wurde peu à peu überwunden;
im Vorjahr erhielt sie einen markanten Schub und erreichte damit wieder das
positive Niveau von 1999. Einen ähnlichen Verlauf nahmen die Erwartungen der
Steuerberater zur ökonomischen Situation ihrer Kanzlei (Basis: Jährliche
Repräsentativerhebung bei 500 Steuerberatern), die jedoch in all den Jahren
deutlich positiver als die der Mandanten ausfielen (Abb. 2).
Basis unserer Ergebnisse ist eine Studie mit 500 Face-to-Face-Interviews bei einem
Mandanten-Querschnitt, die IRES jährlich im DATEV-Auftrag durchführt. Die
Stichprobe repräsentiert Unternehmer, Freiberufler und Selbstständige aus
unterschiedlichen Branchen ab einem Jahresumsatz von 50.000 Euro; sie endet bei
Betrieben mit 500 Mitarbeitern.
Schon 1988 billigten 85 % der Mittelständler ihrem Steuerberater die Charakte-
risierung „Genießt mein volles Vertrauen“ zu. Seitdem oszilliert dieser Wert um
diese Marke und übertrifft sie Ende 2007 — dem letzten Erhebungszeitpunkt —
mit 92 %. Ist die Vertrauensgrundlage der Beratungsbeziehung über die Jahre breit
und solide, so veränderte sich deren Bewertung im Detail doch stark. Das lassen
bereits die spontanen Äußerungen der Mandanten über ihren Steuerberater er-
kennen: Wird deren Tenor danach gewichtet, ob er durchgängig positiv oder eher
kritisch ist, so verbesserte sich dieses Resonanzverhältnis von 4:1 in 2004 schritt-
weise auf 8:1 in 2007.
Der Blick auf den Steuerberater wurde in den letzten vier Jahren also zunehmend
freundlicher. Das gilt zum einen für seine Performance — darauf wird noch genauer
einzugehen sein. Es gilt zum anderen aber auch für die emotional-akzentuierte
Einstellung ihm gegenüber: War es 2004 erst gut die Hälfte der Mandanten, die mit
ihrem Steuerberater persönliche Wertschätzung, Sympathie und generelle Zufrie-
denheit spontan assoziierte, so sind das inzwischen fast drei Viertel (Abb.1).
Seit Beginn der IRES-Untersuchungen für die Nürnberger DATEV eG zum
Steuerberater-Image vor zwei Jahrzehnten erwies sich immer wieder das
hohe Vertrauen, das mittelständische Mandanten gerade diesem Beraterberuf
entgegen bringen. Die Beurteilung seiner Leistungen und Kosten schwankt
dagegen im Verlauf der Zeit. Was Mandanten in der Zusammenarbeit konkret
von ihrer Kanzlei erwarten und wie das erreichte Imagehoch zu stabilisieren
und zu nutzen ist, zeigt dieser Beitrag.